Funktionsanalyse und -therapie
Kiefergelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Schmerzen im Schulter- und Nackenbereich: Häufig stehen funktionelle Störungen des Kauapparates ( = Craniomandibuläre Dysfunktionen / CMD) dahinter!
In diesen Fällen helfen Analysevefahren für die Kiefergelenks- und Kaumuskelfunktion ( = klinische und instrumentelle Funktionsanalyse), Schmerz- und Stressanalysen oder bildgebende Verfahren wie die Magnetresonanztomographie, Fehler und Veränderungen oder Korrekturbedarf im Bereich des Kausystems nicht nur aufzuspüren, sondern auch die therapeutische Richtung vorzugeben.
Epidemiologische Untersuchungen zeigen, dass bei 50-75% der Bevölkerung funktionelle Störungen vorhanden sind, aber nur 20-25% davon bereits zu Beschwerden geführt haben.
Vor sämtlichen Veränderungen im Mund - sei es eine große Füllung(!), ein Implantat, neue Kronen oder Brücken, eine kieferorthopädische Behandlung - ist immer eine Funktionsanalyse angezeigt, um latente Schäden zu erkennen und Schmerzen und Beschwerden erst gar nicht aufkommen zu lassen.
Obschon diese Leistungen medizinisch notwendig sind, müssen gesetzlich Versicherte diese in der Regel selbst bezahlen, Privatversicherte erhalten sie allerdings weitgehend erstattet.
Je nach dem Ergebnis der Analysen kann die Therapie eine rein zahnärztliche sein, häufiger ist eine Zusammenarbeit mit anderen Fachärzten und spezialisierten Physiotherapeuten (manuelle Therapie) notwendig, die wir koordinieren.
Die zahnärztliche Therapie kann zunächst mit konfektionierten Schienen (z.B. TMJ - siehe unten) oder mit individuell angepaßten Schienen und Frontzahn-Jigs erfolgen, oft mit hömöopathischer Begleittherapie wie z.B. Bachblüten und Akupunktur. Einschleifmassnahmen oder gar Neuanfertigung von Brücken oder Prothesen sind seltener notwendig.
Eine Sondervariante der Aufbiss-Schienen sind die aus Australien kommenden flexiblen TMJ-Schienen. Sie dienen in erster Linie zur Entspannung der Muskulatur und können in mehreren Varianten z.B. zur Behandlung von Kiefergelenkserkrankungen, Verspannungen und Kopfschmerzen eingesetzt werden. Auch in der Kieferorthopädie sind sie zur Frühbehandlung und Prophylaxe von Fehlstellungen einsetzbar. Es gibt auch mehrere Sportschutz-Varianten.
