Das Praxis-Lexikon

Prophylaxe (Vorbeugung)

"Gesund beginnt im Mund": Dieser alte Spruch gilt mehr denn je.

Die aufwändigsten Behandlungsmaßnahmen, die schönste Füllung, das optimal gesetzte Implantat, die unsichtbarste Vollkeramikkrone sind nicht von Dauer, wenn Zähne und Zahnfleisch nicht perfekt sauber sind. Prophylaxe ist daher die Basis moderner Zahnheilkunde!

Voraussetzung eines guten Prophylaxeprogrammes ist eine gründliche Anamnese und Befundung, um Ihr persönliches Risikoprofil zu ermitteln.

Dies setzt sich unter anderem aus den Ergebnissen der Karies- und Parodontose-Risikotests zusammen, den Laserfloureszenz-Werten und den Werten aus Ernährungs- und Verhaltensgewohnheiten.

Es werden auch die Mundhygiene-Indices erhoben. Am Ende steht ein Risikofaktor, der zu einem maßgeschneiderten individuellen Prophylaxeprogramm führt. Es entscheidet über die Auswahl und Häufigkeit der möglichen risikosenkenden Maßnahmen.

An erster Stelle steht hier die professionelle Zahnreinigung, bei der vor allem die für Sie schwer zugänglichen Zahnzwischenräume perfekt gereinigt werden.

Weitere Maßnahmen können die Ernährungslenkung, die Fluoridierung mit Lacken, die Fissurenversiegelung, Ozon-Therapie oder Mundhygienetraining sein. Alles dient dazu, das Risiko einer (Neu-)Erkrankung von Zähnen und Zahnfleisch zu reduzieren.

Studien haben gezeigt, daß hier bis zu 90% Reduktion möglich sind.

Für Kinder werden diese Programme altersgerecht angepasst und von den Versicherungen weitestgehend erstattet. Erwachsene tragen die Kosten für diese Maßnahmen allerdings meist selbst.

Wenn hierfür sowohl bei gesetzlich Versicherten als auch bei Privatpatienten Kosten entstehen, sollten Sie immer bedenken, dass damit der Erhalt ihrer eigenen Zähne ein Leben lang möglich ist.

Die Kosten für den Ersatz auch nur eines Zahnes sind - abgesehen von den erlittenen Balastungen - deutlich höher als viele Jahre professioneller prophylaktischer Betreuung.